Archiv für den Monat: April 2013

SATELITE

Ich beschuldige Sie für den mondhellen Himmel
und den Traum, der gestorben ist mit dem Flug des Adlers.
Ich beschuldige Sie für die mondhellen Nächte,
wenn ich mich frage, ob die Meere schon trocken sind?
Und es ist nicht die Schuld dieses schlafenden Trabanten.

Sind wir zu früh zum Mond geflogen?
Haben wir die Chance verspielt in der Hektik des Wettstreites?
Der Grund warum wir jagen hat an Romantik verloren,
und noch immer versuchen wir den Verlust zu rechtfertigen,
mit der Ahnung des Mannes für grosse Abenteuer.

Haben wir verloren was es zur Weiterentwicklung gebraucht hätte?
Haben wir den Höhepunkt zu früh erreicht?
wenn die Welt so grün ist,
warum schreit sie dann unter einem blauen Mond?
wir fragen uns warum, wenn die Erde geopfert wird,
für den Preis von ihrem größten Schatz.

und wenn wir nach den Sternen schiessen,
was für ein riesiger Schritt!
Haben wir das Zeug dazu, das Gewicht dieses Konzepts zu halten?
Oder geben wir nach wie ein Schuss ins Dunkel?
Verfehlen wir die Bedeutung mit unserem Sinn für Abenteuer?

Ich beschuldige Sie für den mondhellen Himmel
und den Traum, der gestorben ist mit dem Flug des Adlers.
Ich beschuldige Sie für die mondhellen Nächte,
wenn ich mich frage, ob die Meere schon trocken sind?

Und beschuldigen Sie nicht diesen schlafenden Trabanten!

Der Panther

DER PANTHER
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf –. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein.

Der Panther (Untertitel: Im Jardin des Plantes, Paris) ist ein Gedicht von Rainer Maria Rilke aus dem Jahr 1902. Es beschreibt einen gefangen Panther hinter Gitterstäben, wie sie im Pariser Jardin des Plantes ausgestellt waren.

Greece

ÜBER
GRIECHENLAND

Griechenland (griechisch Elláda, formell ‚Hellas‘; amtliche Vollform Hellenische Republik, deutschsprachige Selbstbezeichnung Republik Griechenland) liegt in Südosteuropa und ist ein Mittelmeeranrainerstaat. Das griechische Staatsgebiet grenzt an Albanien, Mazedonien, Bulgarien und die Türkei. Die Hauptstadt ist Athen. Die aktuelle Verfassung Griechenlands trat am 11. Juni 1975 in Kraft, wurde jedoch 1986 und nochmals 2001 grundlegend reformiert. Sie definiert Griechenland als parlamentarische Republik nach sozialen und rechtsstaatlichen Prinzipien. Griechenland ist 1952 der NATO beigetreten und ist seit 1981 Mitglied in der Europäischen Union. Der aktuelle Ministerpräsident heisst Giorgos Papandreou.

GEOGRAPHIE
Griechenland liegt am östlichen Mittelmeer im Südosten Europas und setzt sich geographisch aus dem griechischen Festland am südlichen Ende des Balkans, der Halbinsel Peloponnes, die jedoch durch den Bau des Kanals von Korinth (eingeweiht 1893) vom Festland getrennt wurde, sowie zahlreichen Inseln zusammen, die hauptsächlich in der Ägäis, im Ionischen aber auch im Libyschen Meer liegen. Die politische Grenze nach Norden bilden die Staaten Albanien (282 km), die Republik Mazedonien (228 km) und Bulgarien (494 km) sowie im Osten die Türkei (206 km).[9] Eine natürliche Grenze bildet das Ionische Meer im Westen des Landes mit der italienischen Halbinsel und Sizilien sowie das Libysche Meer im äußersten Süden mit dem afrikanischen Kontinent. Die Insel Gavdos im Libyschen Meer ist der südlichste Punkt des Landes und gilt zudem geographisch als südlichster Punkt Europas.
Das Land hat eine Gesamtfläche von 131.957 km²: 106.915 km² entfallen auf das Festland, 25.042 km² (knapp 19 %) verteilen sich auf 3.054 Inseln, wie Kreta. Höchste Erhebung des Landes ist der Mytikas (2917 m) im Gebirgsstock des Olymp. Größere wirtschaftlich verwertbare Ebenen sind nur spärlich vorhanden.
Klima
Griechenland hat überwiegend ein mediterranes Klima mit feucht-milden Wintern und trocken-heißen Sommern. An der Küste ist es im Winter sehr mild und es regnet häufig; Schnee fällt nur selten.
Bevölkerung
Neben der orthodoxen, griechischsprachigen Mehrheitsbevölkerung existieren einige religiöse und sprachliche Minderheiten sowie Zuwanderergruppen. Da Griechenland solche Bevölkerungsgruppen aktuell statistisch nicht erfasst, beruhen alle Angaben zur Anzahl ihrer Mitglieder auf Schätzungen und können je nach politischem Standpunkt stark variieren.
Sprachen und Religion
97,4 % der griechischen Bevölkerung sprechen die neugriechische Sprache. Die griechische Sprache hat ein eigenes Alphabet. Griechenland ist ein Einwanderungsland. Die Zuwanderer kommen aus Ländern wie Russland, aus südosteuropäischen Nationen (vor allem den Nachbarländern) sowie aus Nordafrika und Asien.
Griechenland ist einer der 41 von 193 Staaten der Welt, in denen eine Staatsreligion verankert ist. Dabei handelt es sich um das Orthodoxe Christentum, wobei Griechenland der einzige Staat der Welt ist, der diese Konfession des Christentums zur Staatsreligion erklärt hat.
Weiteren christlichen Konfessionen gehören die ca. 121.000 katholische Christen. 1982 wurde die obligatorische kirchliche Trauung im Familienrecht aufgehoben und die standesamtliche Ehe als gleichwertig anerkannt. Anfang der 1990er-Jahre wurde der Religionseintrag in den Personalausweisen abgeschafft. Im August 2008 wurde die Verpflichtung zum orthodoxen Religionsunterricht aufgehoben. Jeder Schüler, der nicht am Religionsunterricht teilnehmen will, kann während dieser Zeit nun Nachhilfe in Fächern seiner Wahl erhalten. Die griechisch-orthodoxe Kirche bezeichnet diese Regelung als „falsch und verfassungswidrig“ und hätte allenfalls die Aufhebung der Religionsunterrichtspflicht für Schüler aus anderen Staaten gutzuheißen.[26]
Nach dem Bevölkerungstausch von 1923 war die Zahl der Muslime auf unter 100.000 gefallen. Diese Zahl ist auf 500.000 gestiegen. Die muslimische Bevölkerung Griechenlands setzt sich zum einen aus Türken, Pomaken und Roma als Staatsbürgern Griechenlands zusammen, sowie zum größeren Teil aus Einwanderern, beispielsweise aus Albanien und Pakistan.
Das Judentum kann in Griechenland auf eine Kontinuität bis auf das 3. Jahrhundert v. Chr. zurückblicken. Die vermutlich älteste Ruine eines Synagogengebäudes wurde auf Delos ausgegraben und datiert auf 150 bis 200 v. Chr. Die älteste Synagoge in Betrieb ist die Kahal Shalom Synagoge von 1577 auf Rhodos.

Geschichte
Das antike Griechenland, welches über das Gebiet des heutigen Staates nach Kleinasien reichte, wird als Wiege Europas bezeichnet, insbesondere aufgrund zivilisatorischer Leistungen auf Gebieten der Philosophie, Naturwissenschaften, Geschichtsschreibung und Literatur. Einige der berühmtesten Philosophen der klassischen und nachklassischen Zeit waren Sokrates (hat nichts von seinen Lehren aufgeschrieben!), Platon (gründet die Philosophenschule „Akademie“ in Athen), (Aristoteles (maßgebender Naturforscher; begründet die Philosophenschule des „Peripatos“; Lehrer Alexanders des Großen), Zenon (begründet die Schule der Stoiker), Epikur (Schule der Epikureer), Demokrit (entwarf bereits eine Atomtheorie!). 146 v. Chr. wurde das Gebiet des heutigen Griechenland verankert. Im Ersten Weltkrieg blieb Griechenland zunächst neutral Es trat nach der von den Alliierten erzwungenen Abdankung von König Konstantin I. 1917 in den Krieg gegen die Mittelmächte und deren Verbündete, insbesondere Bulgarien und das Osmanische Reich, ein.
Im Zweiten Weltkrieg lehnte Griechenland unter dem Diktator General Metaxas ein italienisches Ultimatum zur Kapitulation ab. (Der Tag der Ablehnung, der 28. Oktober 1940, der so genannte „Nein-Tag“, wird heute als Nationalfeiertag begangen, da Metaxas ein Telegramm lediglich mit dem Wort Όχι, also Nein, an Italien gesendet haben soll.) Daraufhin wurde Griechenland von Italien angegriffen, konnte aber die zahlenmäßig überlegenen italienischen Truppen schlagen und bis weit hinter die albanische Grenze zurückdrängen. Erst durch das militärische Eingreifen der Wehrmacht im April–Mai 1941 über Jugoslawien und Bulgarien wurde der griechische Widerstand gebrochen. Italien, Deutschland und Bulgarien errichteten ein hartes Besatzungsregime. So wurde durch die erzwungene Ausfuhr fast der gesamten griechischen Produktion noch eine positive Handelsbilanz zum Deutschen Reich in Höhe von 71 Mio. Reichsmark festgestellt, die dann mit extremen Besatzungskosten (auf Wunsch von Hitler in „Aufbaukosten“ umbenannt) verrechnet wurden. Griechenland hatte von allen besetzten Ländern pro Kopf die höchsten Besatzungskosten zu zahlen. Insgesamt wurden etwa 70.000 bis 80.000 Griechen im Partisanenkrieg oder bei Vergeltungsaktionen von deutschen, italienischen und bulgarischen Truppen getötet.

Wirtschaft
Die Wirtschaft Griechenlands ist eine marktorientierte Wirtschaft mit einer beschränkten staatlichen Intervention. Der Wandel Griechenlands von einem eher landwirtschaftlich orientierten Land zu einer modernen, dienstleistungsorientierten Wirtschaftsnation begann in den 1970er-Jahren mit einer Reihe grundlegender Reformen und der darauffolgenden Aufnahme Griechenlands in die Europäische Gemeinschaft im Jahr 1981. Der Tertiärsektor ist der größte und wichtigste Wirtschaftssektor in Griechenland. Er erwirtschaftete im Jahr 2004 71,4 % der griechischen Wirtschaftsleistung. An zentraler Stelle stehen hierbei die Tourismusbranche, der Handel, der Schiffsverkehr sowie die Finanzdienstleistungen. Griechenland ist das am höchsten verschuldete Mitgliedsland der Europäischen Union. Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise die im Jahr 2008 ihren Ausgang genommen hat, führte schließlich auch zu einer Krise des griechischen öffentlichen Haushalts.

Kultur und Gesellschaft
In Griechenland finden sich viele Zeugnisse klassischer Architektur. Die griechische Moderne gilt als eine der ältesten in Europa. Einen städtebaulichen Impuls in Athen und Attika brachten die olympischen Spiele 2004, allem voran die Sportstätten und Brücken des Architekten Santiago Calatrava. Die Architektur der Kykladen ist durch kubische Formen geprägt, deren blau-weiße, verschachtelte Wohnhäuser und Kirchen zum Markenzeichen Griechenlands wurden.
Die griechische Musik ist vielseitig und regional sehr unterschiedlich. Volksmusik hat in Griechenland immer noch einen hohen Stellenwert, und auch die moderne Musik ist stark durch die Folklore geprägt. Vor allem durch Flüchtlinge im 20. Jahrhundert nahm der Einfluss des Orientalischen in der griechischen Musik zu.

AVALON

geomantyBAD RELIGION- AVALON
Album: Dissent of men/ Der Irrtum der Menschheit

Wenn die Sonne schleichend den Berg hinauf kriecht
und der Wind vom Meer herüber weht
Hey, wir sind auf diese Welt gebracht worden wie winzige Partikel aus Sand
Unsicher, ob wir zur klügeren Rasse gehören oder was wir werden sollten

Wenn die Sandkörner grob durch die Sanduhr fallen
Und sie sich sammeln, wie Opfer in einer Schüssel
dann erodiert die gottlose Kraft der Veränderung allen Sinn irdischer Gewinne
Während die, die zum weltlichen tendieren, Deine Seele terrorisieren
Chor:
Und Nein!
Es ist nicht richtig zu denken, dass Du falsch bist!
Die Vergangenheit ist alt und weg und
es ist besser, Du schreitest jetzt voran, um Dein Avalon zu finden!

Nun, ich wünschte, ich könnte Dir sagen, es sei einfach
oder nimm die asphaltierte Straße direkt ins Paradies
Aber die Wahrheit ist, mein Freund, Schmerz und Leid enden nie
Versuch es mal zu ändern mit Medizin, Amnesie oder Lügen

All die Sandkörner, die grob durch die Sanduhr fallen
Und sie wiegen wie Felsbrocken auf dem Gehirn
All jene Dinge, die Du zum Spaß getan hast, die nie jemandem weh getan haben
sind jetzt unbeachtete Schatten in der Sonne, leer und lahm

Chor

Und Nein!
Es hat keinen Sinn zu denken, dass Du falsch bist
Die Vergangenheit ist tot und begraben
Es empfiehlt sich, weiterzugehen und Avalon zu finden.
Pass auf!

So, und jetzt erwacht der Tag aus der Dämmerung
Wie die Felder in einen Schatten eingehüllt waren
Und die Geschichte die Du erzählen wirst, handelt von Deinem Wohlbefinden
Knack die Muschel und Du wirst sehen, der Mörtel war nur verschlammt und verwest

Chor

Es ist am besten, Du eilst Dich jetzt, um Dein Avalon zu finden!

Tiercity

1. Tiere in der Kälte:
Polardorsch
Der Polardorsch (Boreogadus saida) gehört zur Familie der Dorsche (Gadidae). Er ist eng mit dem Dorsch (Gadus morhua) oder Kabeljau verwandt.
Der Polardorsch ist ein wichtiger Bestandteil der nordpolaren Eisfauna. Seine Fressfeinde sind Seevögel, Meeressäugetiere und verschiedene Fischarten. Damit ist er die wichtigste Art im Polarmeer, die den Energiefluss zwischen planktonischen Organismen und auf dem Eis lebenden Wirbeltieren verbindet.
Der Polardorsch ist in den kalten Gewässern des arktischen Polarmeeres zu Hause. Diese Art ist zirkumpolar verbreitet, d. h., sie bewohnt den Nordatlantik ebenso wie den Nordpazifik. Der Polardorsch lebt, wächst und vermehrt sich in Salzwasser mit einer Temperatur von 0°C oder darunter. Dabei wechselt er zwischen einem Leben direkt unter der Meeresoberfläche und einem Leben über dem Meeresboden.
Die ein- bis zweijährigen Polardorsche sind mit einer Länge von 6-17 cm zum großen Teil an das Meereis gebunden. Sie leben in Höhlungen und Spalten des Meereises und zwischen Eisschollen. Hier finden sie Schutz vor Räubern und ihren räuberischen Eltern, sowie ein reichhaltiges Nahrungsangebot an tierischem Plankton.
Die älteren Fische halten sich in flachen Gewässern über dem Meeresboden oder in tieferen, freien Wasserschichten bis 700 m auf. Hier ernähren sie sich von kleinen, frei schwimmenden kleinen Krebsen wie Amphipoden oder Krill. Erst mit vier Jahren erreichen sie eine Körperlänge von ca. 20 cm und werden geschlechtsreif. Ausgewachsen können sie, je nach Region, eine Körperlänge von 25 cm bis zu 40 cm erreichen.

Schutz gegen die Kälte:

Um den tiefen Temperaturen zu trotzen, bilden diese Polarfische in ihrer Leber ein Gefrierschutzmittel. Es besteht aus Glykopeptiden, die sich an entstehende Eiskristalle heften und deren weiteres Wachstum bremsen. Auf diese Weise trotzt Pagothenia Temperaturen bis minus 2,7 Grad Celsius. Die Eisfische haben aber auch deutlich weniger Hämoglobin in ihrem Blut. Auf diese Weise bleibt das Blut flüssiger und ist bei Minusgraden leichter durch die Gefäße zu pumpen.
Europäische Ziesel
Der Europäische Ziesel (Spermophilus citellus), auch Schlichtziesel genannt, ist ein bodenbewohnendes, meist Steppengebiete und Graslandschaften besiedelndes, gelegentlich aber auch in Städten auftauchendes, rattengroßes Nagetier aus der Familie der Hörnchen (Sciuridae). Sein Hautverbreitungsgebiet liegt in den Steppen Südosteuropas, in der Türkei und in Teilen des Balkan vor. Vorkommen gibt es auch in Österreich und im Böhmischen Mittelgebirge in Tschechien. Das einzige deutsche Vorkommen bestand bis ca. 1950 bei Oelsen im Osterzgebirge; dort erfolgt zur Zeit eine Wiederansiedlung.
Schutz vor der Kälte:
Vor dem Winterschlaf frisst sich das Ziesel große Fettreserven an. Die Dicke der Fettschicht kann bis zu 5 mm betragen. Im Jahresverlauf schwankt aus diesem Grund das Körpergewicht sehr stark zwischen 190 bis 430 g. In der zweiten Augusthälfte ziehen sich die älteren Männchen bereits in den Bau zurück. Die Weibchen folgen im September. Den Winterschlaf verbringen Ziesel in Kältestarre. Dabei sinkt die Körpertemperatur von 37 bis 38°C auf 6 bis 7°C ab! Die Blutmenge, die vom Herz transportiert wird, reduziert sich auf ein Siebzigstel! Sinkt die Außentemperatur so stark, dass die Körpertemperatur 5°C erreicht, so beginnt ein Kältezittern. Dadurch wird aus dem gespeicherten Fett Wärme produziert. Das Ziesel verbringt ein halbes Jahr im Winterschlaf. Im März erwachen zuerst die älteren Männchen, dann die älteren Weibchen. Ab Ende April sind alle Tiere aktiv.
Nach dem Winterschlaf erfolgt die Paarung. Die Jungen werden in der Nestkammer geboren und sind bei der Geburt nackt und blind. Sie wiegen nur etwa 6 g. Nur das Weibchen kümmert sich um die Jungenaufzucht.
Waldfrosch
Der Waldfrosch (Rana sylvatica), auch Eisfrosch genannt, ist eine nordamerikanische Amphibien-Art aus der Familie der Echten Frösche (Ranidae) und der Gattung Rana. Er gehört ferner zur Gruppe der Braunfrösche und ähnelt damit im Aussehen, aber auch in einigen ökologischen Ansprüchen und Verhaltensweisen den europäischen Arten Grasfrosch, Moorfrosch oder auch Springfrosch (siehe dort).
Es werden feuchte Waldgebiete im Norden Nordamerikas zwischen Alaska, allen Provinzen Kanadas und dem Nordosten der USA besiedelt. Der Waldfrosch überschreitet dabei auch den nördlichen Polarkreis und dringt damit weiter nach Norden vor als jeder andere nordamerikanische Froschlurch. Als Orientierungslinie kann die nördliche Baumgrenze zwischen Alaska und Labrador dienen. Die Habitate im Wald können durchaus in größerer Entfernung zum nächsten Gewässer liegen. Die Art ernährt sich unter anderem von Käfern, Schnecken und Spinnen.
Schutz gegen die Kälte
Torpidität, Winterstarre: Als Anpassung an die kalten Bedingungen seines Verbreitungsgebietes hat der Waldfrosch die Fähigkeit entwickelt, die Körperflüssigkeiten zwischen den Gewebezellen im Winter bei direkten Umgebungstemperaturen von bis zu -5°C zu etwa einem Drittel einfrieren zu lassen – daher auch der Trivialname Eisfrosch. Damit seine Körperzellen dabei durch Eiskristalle – die sich unter der Haut sichtbar abzeichnen können – keinen Schaden nehmen, produziert er bei Einsetzen des Frostes ein körpereigenes Frostschutzmittel aus Glukose und – nach neuen Erkenntnissen – Harnstoff innerhalb der Zellen.
Rauhfußkautz
Rauhfußkauz setzt auf „Tiefkühlkost“
Die vom Rauhfußkauz an Depots abgelegten Beutetiere, meist Mäuse, gefrieren bei großer Kälte steinhart. Da sie in diesem Zustand schwerlich verzehrt werden können, taut der Rauhfußkauz sie vor der Mahlzeit auf, indem er sich einige Zeit auf seine tiefgekühlte Beute setzt und sie mit seinem Bauchgefieder umschließt.
Arktisches Ziesel
Der Arktische Ziesel (Spermophilus parryii), der auch Arktisches Erdhörnchen genannt wird, ist eine Säugetierart aus der Gattung der Ziesel innerhalb der Unterfamilie der Erdhörnchen (Xerinae). Arktische Erdhörnchen leben in den rauen und kalten Regionen von Alaska, dem östlichen Teil von Sibirien und dem Nordwesten Kanadas. Ihr Verbreitungsgebiet reicht dabei bis an den Polarkreis heran. In Kanada werden vor allem das Yukon Territory und der nördliche Teil von British Columbia besiedelt. Sie kommen sowohl in der Ebene in der Tundra als auch im alpinen Grasland vor. Die Art ist oberseits braun und unterseits weiß gefärbt. Die Ziesel haben eine Länge von 33 bis 49 cm (einschließlich Schwanz) und ein Gewicht von 530 bis 810 g. [1] Die Männchen sind etwas größer als die Weibchen. Während des Sommers verdoppeln die Tiere, wegen des langen Winterschlafs, fast ihr Gewicht.
Schutz gegen die Kälte
Winterschlaf: Die extremsten Reaktionen sind vom arktischen Zwiesel bekannt: Das Gehirn kühlt ihr Körper sogar auf unter 0GradC aus! Nur die absolut erschütterungsfreie Lage in der Winterschlafhöhle verhindert, dass die Tiere zu Eisblöcken erstarren. Kurioserweise gefriert dabei weder ihr Blut, noch wird das Zellgewebe durch scharfkantige Wassereiskristalle zerstört. Die Nester entstehen unter der Erde, meist in Tiefe von bis zu einem Meter und sind über mehrere Ein- und Ausgänge mit der Oberfläche verbunden. Die Gänge zur Oberfläche erstrecken sich in der Regel über eine Länge von bis zu 100 oder mehr Zentimeter. Das Nest in der Wohnkammer wird mit weichen Pflanzenteilen ausgepolstert. Die Wohnkammer befindet sich auch im Winter in einer frostsicheren Tiefe.
Honigbiene
Honigbienen (Apis) sind staatenbildende Fluginsekten aus der Überfamilie der Bienen (Apoidea). Die Gattung umfasst neun Arten von Honigbienen, acht davon kommen in Asien vor.
Wenn umgangssprachlich von Bienen oder Honigbienen gesprochen wird, sind fast ausschließlich europäische Rassen der inzwischen weltweit in der Imkerei gehaltenen Westlichen Honigbiene gemeint. In vielen asiatischen Ländern wird aber auch noch die dort ursprünglich vorkommende Östliche Honigbiene in einfachen Klotzbeuten oder Höhlungen von Mauern gehalten.[1] Zudem werden wild lebende Arten, vor allem die Riesenhonigbiene und die Zwerghonigbiene, in bescheidenem Umfang zur Honiggewinnung genutzt – dies wird als Honigjagd (honey hunting) bezeichnet. Der Kliffhonigbiene droht dadurch sogar die Ausrottung.
Schutz gegen die Kälte
Im Winter geht es ums nackte Überleben: Während es draußen stürmt, regnet oder schneit, hat sich das Bienenvolk im Stock zu einer Traube zusammengeballt, in deren Innerem die Königin bei 35 Grad auf den Frühling wartet. Die Sammelflüge sind eingestellt, es wird kein Honig produziert und kein Pollen eingelagert. Was von außen wie ein Winterschlaf aussieht, ist in Wirklichkeit Schwerstarbeit: Zehn- bis 20.000 Bienen zittern sich durch den Winter. Denn um die Temperatur zu halten, müssen sie heizen. Sie zittern mit den größten Muskeln, die sie haben – den Flugmuskeln – so lange, bis ihr Brustkorb auf bis zu 44 Grad aufgeheizt ist. Um dabei keinen störenden Wind zu machen, werden die Flügel einfach ausgekuppelt, die Muskeln laufen im Leerlauf. Wie die Standheizung eines Autos.
Ist die Biene heiß, krabbelt sie ins Innere der Traube – und wird später von den nachdrängenden heißeren Bienen wieder nach außen verdrängt. Dieses Wechselspiel dauert bis in den Frühling, Tag und Nacht, ohne Pause. Das Prinzip „Wärme durch Zittern“ ist das gleiche wie bei Säugetieren: Außen zittern die Muskeln, innen hält der Körper eine konstante Temperatur von 37 Grad.
Buckelwale
Der Buckelwal (Megaptera novaeangliae) ist ein oft in Küstennähe vorkommender Vertreter der Furchenwale. Er erreicht eine Körpergröße von 12 bis 15 Metern und ist besonders auffällig durch seine großen Flipper. Bekannt sind die Tiere unter anderem aufgrund ihres auffälligen Walgesangs und ihrer Lebhaftigkeit. Durch die intensive Bejagung gingen die weltweiten Bestände zeitweise bedrohlich zurück. Seit 1966 steht der Buckelwal unter weltweitem Artenschutz.
Schutz gegen die Kälte: Wanderung:
Der Buckelwal lebt in allen Ozeanen. Die Sommerquartiere liegen dabei in polaren Meeren, die Winterquartiere in tropischen und subtropischen Gewässern, wobei sich die Tiere vor allem in Flachmeerzonen aufhalten. Tiefere Meeresgebiete durchqueren sie auf ihren Wanderungen zwischen den Sommer- und Wintergebieten. Während ihrer Wanderungen bevorzugen Buckelwale küstennahe Gewässer und dringen dabei in Buchten und sogar Flussmündungen ein.Buckelwale haben einen neuen Rekord für „pendelnde“ Säugetiere weltweit aufgestellt: Mehr als 8.000 Kilometer legen die Meeressäuger von ihren „Weidegründen“ in der antarktischen See zurück, um zu im wärmeren Wasser vor Mittelamerika zu überwintern.
Schwarzer Schwalbenschwanz
Beluga
Der Weißwal (Delphinapterus leucas) oder Beluga (russ. белуха, von белый bely „weiß“) ist eine Art der Gründelwale, die in arktischen und subarktischen Gewässern lebt. Wie die nahe verwandten Narwale besitzen sie keine Rückenfinne; auffällig ist ihre bläulich-weiße bis cremeweiße Färbung.
Der Beluga ist in den meisten polaren und subpolaren Gewässern anzutreffen, vor allem an den Küsten Alaskas, Kanadas und Russlands. Die südlichsten Vorkommen liegen im Ochotskischen Meer und dem Japanischen Meer in Asien sowie im Bereich der St.-Lorenz-Mündung in Kanada. In Europa sind die Vorkommen ausschließlich auf den äußersten Norden Norwegens im Bereich des Varanger Fjord, in der Barentssee, an der Halbinsel Kola sowie um die Inselgruppen Franz-Joseph-Land und Svalbard beschränkt. Sporadische Funde sind allerdings auch um Island, Großbritannien und sogar aus der Ostsee bekannt. Am 18. Mai 1966 wurde ein Einzeltier 400 Kilometer stromaufwärts sogar im Rhein gesichtet. Nachdem der Moby Dick genannte Wal über mehrere Wochen den Nachstellungen durch interessierte Biologen entkommen war, schwamm er am 16. Juni 1966 eskortiert von zwei Polizeifahrzeugen zurück ins Meer.[1]
Der Weltbestand der Belugas liegt wahrscheinlich bei etwa 80.000 bis 100.000 Tieren.
Die Scheidenschnäbel
(Chionis) bilden die einzige Gattung der Familie Chionididae innerhalb der Ordnung der Regenpfeiferartigen (Charadriiformes). Die Gattung besteht aus zwei Arten.
Die Scheidenschnäbel bewohnen die Küsten der subantarktischen Inseln und des subantarktischen Festlandes. Der Schwarzgesicht-Scheidenschnabel (Chionis minor) bewohnt den subantarktischen Teil des Indisches Ozeans, der Weißgesicht-Scheidenschnabel (Chionis alba) den subantarktischen Teil des Südatlantiks bis nach Grahamland und bis in den Süden von Südamerika. Sie sind außerhalb der Brutzeit gesellige Vögel und gehen in kleinen Gruppen auf Nahrungssuche. Die meiste Zeit verbringen sie auf dem Boden, jedoch können sie gut fliegen und weite Strecken über Wasser hinter sich bringen. Sie schwimmen gut, obwohl die Schwimmhäute zwischen ihren Zehen nur rudimentär vorhanden sind.
Lemming
Die Lemminge (Lemmini) gehören zu den Nagetieren und sind eine Tribus der Wühlmäuse (Arvicolinae) mit den drei Gattungen der Echten Lemminge, Moorlemminge und dem Waldlemming, die insgesamt 6 Arten umfasst. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Nordeuropa, Nordamerika und Nordasien, also klimatisch recht kalte Zonen. Ihre Größe schwankt zwischen 7 und 15 Zentimeter. Den Winter verbringen sie unterirdisch unter der Schneedecke, sie halten keinen Winterschlaf.
Die Lemminge sind vor allem bekannt für ihre regelmäßig wiederkehrende Massenvermehrung und ihre Wanderungen (Lemmingzüge), bei denen sie oft auch an der Meeresküste nicht Halt machen. Sogar schwimmend vermögen sie geographische Hindernisse zu überwinden.
Schwarzer Seehecht
Der Schwarze Seehecht (Dissostichus eleginoides) ist ein Vertreter der Antarktisdorsche (Nototheniidae) und gehört somit zu den Barschartigen (Perciformes). Er wird maximal zwei Meter lang und lebt vor allem in den Gewässern rund um die Antarktis, vor den Küsten Chiles und Patagoniens sowie der Falklandinseln in Tiefen von 300 bis 3500 Metern.
Gemeinsam mit dem Riesen-Antarktisdorsch (Dissostichus mawsoni) wird dieser Fisch gerade in den letzten Jahren intensiv befischt, nach Schätzungen der Minister Warwick Parer und Alexander Downer aus dem Jahr 1998 sollte er in den kommenden Jahren wirtschaftlich ausgerottet sein. Die Tiere werden an Langleinen gefangen, die etwa 130 Kilometer lang sind und bis zu 30.000 Haken besitzen. Die Beifangrate ist sehr hoch.
Riesen-Antarktisdorsch
Der Riesen-Antarktisdorsch (Dissostichus mawsoni) wird auch Antarktischer Seehecht genannt und lebt pelagisch in den Meeren rund um die Antarktis bis zur Nordgrenze des Südpolarmeers an der Antarktischen Konvergenz, in Tiefen von 0 bis 1600 Metern.
Die Raubfische werden 1,75 Meter lang und erreichen ein Gewicht von 80 kg
Gemeinsam mit dem Schwarzen Seehecht (Dissostichus eleginoides) wird dieser Fisch gerade in den letzten Jahren intensiv befischt. Die Tiere werden an Langleinen gefangen, die etwa 130 Kilometer lang sind und bis zu 30.000 Haken besitzen. Sie sind inzwischen durch Überfischung gefährdet.
Antarktischer Silberfisch
Der Antarktische Silberfisch (Pleuragramma antarcticum) ist ein Vertreter der Familie der Atlantischen Dorsche (Nototheniidae) innerhalb der Barschartigen (Perciformes). Sie erreichen eine Körperlänge von etwa 25 Zentimetern.
Die Tiere leben ausschließlich im Bereich der antarktischen Gewässer zwischen 60° und 78° südlicher Breite und bei Wassertemperaturen von etwa 2 Grad Celsius. Dieser Fisch produziert, neben einigen anderen in dieser Region, sogenannte Frostschutz-Glycoproteine.[1]
Besonders für die fischfressenden Tiere dieser Region, etwa die Pinguine und Robben, stellen die Antarktischen Silberfische eine wichtige Nahrungsquelle dar. Sie selbst ernähren sich von Ruderfußkrebsen und Krill.
Eisfische
Die antarktische Eisfische, (Notothenioidei) sind eine Unterordnung der Barschartigen Fische mit 5 Familien und ca. 120 Arten und leben vorwiegend im küstennahen Bodenbereich des südlichen Eismeeres bei Temperaturen um +4 °C. Sie haben auf jeder Seite nur ein Nasenloch und die Schwimmblase fehlt. Einige Arten können bei Jahresdurchschnittstemperaturen von unter -1 °C leben; als Gefrierschutzmittel dienen Glykoproteine , das sind Gefrierschutzproteine im Blut. Recht häufig sind die vorwiegend endemisch in der Antarktis vorkommenden, meist lang gestreckten Antarktisdorsche (Nototheniidae), die eine kleine vordere Rückenflosse besitzen; die Art Trematomus borchgrevinki kann den Gefrierpunkt auf -2,07 °C erniedrigen. Träge Grundfische mit grossem, bestacheltem Kopf, abgeflachter Schnauze und schuppenlosem Körper sind die Krokodil-Eisfische (Channichthyidae, Chaenichthyidae); ihnen fehlen rote Blutkörperchen und Hämoglobin.

Antipodenseeschwalbe
Die Antipodenseeschwalbe (sterna vittata) ist der einzige von Krill lebende Brutvogel der Antarktischen Halbinsel, der nicht zu den Röhrennasen gehört. Im Sommer jagt sie auf offenem Meer nach Antarktisheringen. Sie ähnelt unserer heimischen Küstenseeschwalbe, die auf der Nordhalbkugel brütet und im Südsommer in die Antarktis zieht, doch im Gegensatz zu ihr ist die Antipodenseeschwalbe kein Zugvogel.
Die Antipodenseeschwalbe nistet an ungeschützten Stellen der Antarktischen Halbinsel und deshalb fallen viele Eier und Küken Räubern zum Opfer. Durch die frühe Eiablage bereits Anfangs November und die frühe Brutzeit kann sie diesem Räuberdruck entgegenwirken. Sie nistet daher ein zweites Mal an einem neuen Nistplatz, wenn beim ersten Gelege der Bruterfolg ausbleibt.
Moschusochsen
Die Tiere bevorzugen als Lebensraum die arktische, niederschlagsarme Tundra. Moschusochsen tolerieren große Kälte, sind aber empfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Sie leben bevorzugt in tiefer gelegenen Ebenen und Flusstälern, in denen sich der geringe Niederschlag im Sommer über dem Permafrostboden sammelt und so eine für arktische Verhältnisse saftige Vegetation wachsen lässt. Sie ernähren sich von Holzgewächsen wie beispielsweise Birken und Weiden, von denen sie die Blätter abstreifen, sowie von Gräsern, Kräutern, Seggen, Flechten und Moosen.
In diesem Lebensraum weisen männliche Tiere nur während einer Zeit von zwei Monaten eine positive Nahrungsbilanz – also eine Gewichtszunahme – auf. Weitere vier Monate ist die Nahrungsbilanz für sie neutral, d. h. weder verlieren noch gewinnen sie Gewicht. Weibliche Tiere haben dagegen eine positive Nahrungsbilanz von fünf Monaten und eine negative Nahrungsbilanz während der verbleibenden sieben Monate. Beide Geschlechter zehren während des langen arktischen Winters von den angefressenen Fettreserven. Das Weibchen nutzt darüber hinaus seine Fettreserven in der Zeit, in denen es sein Kalb säugt.
Der Hungertod eines Moschusochsen tritt dann ein, wenn es aufgrund schlechter Weide- und Wetterbedingungen nicht gelingt, eine für den Winter ausreichende Fettreserve aufzubauen. Die meisten Todesfälle treten dementsprechend im Spätwinter und im zeitigen Frühjahr auf.
Von der Anwesenheit von Moschusochsen profitieren eine Reihe anderer Tierarten: Schneeammern und Spornammern polstern ihre Nester mit der weichen Wolle der Moschusochsen aus; im Winter fressen auch der Schneehase und das Schneehuhn von den von Moschusochsen freigescharrten Futterpflanzen. Polarfüchse lassen sich häufig in der Nähe von Moschusochsen beobachten, ohne dass man dafür bisher eine Erklärung gefunden hat.
Polarhase
Der Polarhase (Lepus arcticus) gehört zu den echten Hasen. Lange galt er als Unterart des Schneehasen (Lepus timidus), doch wird er jetzt als eine eigenständige Art angesehen. Er kommt im arktischen Teil Kanadas und auf Grönland vor.
Polarhasen sind in besonderem Maße an die Verhältnisse in den nördlichen Polargebieten angepasst. Männchen und Weibchen unterscheiden sich nicht. Im Winter tragen die Tiere ein weißes Fell, nur die Ohrspitzen bleiben schwarz. Die sommerliche Fellfarbe unterscheidet sich je nach der örtlichen Lage des Lebensraumes: Während in der Hocharktis (Ellesmere-Insel und Grönland) beheimatete Polarhasen das ganze Jahr über ihr weißes Fell behalten, sind in südlicher gelegenen Arktisgebieten lebende Artgenossen einem jahreszeitlichen Farbwechsel unterworfen und tragen ein blaugraues Fell; nur der Schwanz bleibt weiß. In dazwischen gelegenen Gebieten sind verschiedene Abstufungen zu beobachten. Grundsätzlich ist der Unterpelz dicht und grau.
Alpenschneehuhn
Das Alpenschneehuhn (Lagopus muta)[1] [2] ist eine Vogelart aus der Familie der Fasanenartigen (Phasianidae). Die Art ist vor allem in der Tundrenzone der gesamten Holarktis vertreten. In Mitteleuropa ist es ein Eiszeitrelikt, das lückenhaft in Gebirgsregionen der Alpen brütet. Zur Zeit werden 25, zum Teil jedoch nur sehr schwach differenzierte Unterarten beschrieben. Alpenschneehühner leben im Gebirge und der Tundra und kommen in Skandinavien, auf Island, in Schottland und in Sibirien vor. In Mitteleuropa gibt es sie in den Alpen und den Pyrenäen ab ca. 1800 m Höhe. Sie leben fast nur am Boden, in steinigem Gelände mit wenig Vegetation oberhalb der Baumgrenze oder im Winter auch mal in den lichten Weiden- und Birkenwäldchen an der Baumgrenze. Die Tiere verlassen sich auf ihre hervorragende Tarnung. Wenn Wanderer sich nähern, bleiben sie so lange sitzen, bis man fast auf sie tritt, um dann mit lautem Getöse aufzufliegen.
Eisbär
Der Eisbär (Ursus maritimus), auch Polarbär, ist eine Raubtierart aus der Familie der Bären (Ursidae). Er bewohnt die nördlichen Polarregionen und ist eng mit dem Braunbären verwandt. Er gilt neben dem Kodiakbären als das größte an Land lebende Raubtier der Erde. Eisbären leben zwar auf dem Eis, sind aber so exzellente Schwimmer, dass sie als Meerestiere gelten. Ihre hohe Kältetoleranz bekommen sie durch ein dichtes Fell, dessen Haare weiss und hohl sind, und eine Fettschicht unter der Haut – welche übrigens, anders als vermutet, tiefschwarz ist, um ebenfalls mehr Wärme speichern zu können.
Pinguine
Die Pinguine (Spheniscidae) sind eine Gruppe flugunfähiger Seevögel der Südhalbkugel und bilden die einzige Familie in der Ordnung Sphenisciformes. Ihre stammesgeschichtliche Schwestergruppe bilden wahrscheinlich die Seetaucher (Gaviiformes) und Röhrennasen (Procellariiformes). Pinguine sind leicht von allen anderen Vögeln zu unterscheiden und in herausragender Weise an das Leben im Meer und in den teilweise extremen Kältezonen der Erde angepasst. Der eigentliche Lebensraum der Pinguine ist das offene Meer, an das sie anatomisch hervorragend angepasst sind. Lediglich zum Brüten kehren sie an Land zurück; dort leben sie an den felsigen Küsten der südlichen Kontinente, in kühlen Wäldern der gemäßigten Zonen, an subtropischen Sandstränden, auf weitgehend vegetationslosen Lavafeldern, subantarktischem Grasland oder sogar auf dem Eis der Antarktis. Während die tropischen Arten standorttreu sind, entfernen sich andere im Winter teilweise mehrere hundert Kilometer vom Ozean, um zu ihren Brutgebieten zu gelangen. Pinguine sind in ihrem Lebensraum zum Teil extremen klimatischen Bedingungen ausgesetzt und haben sich daran durch verschiedene anatomische Merkmale angepasst. Direkt auf der Haut bildet ein dichtes Daunenkleid eine Art Thermounterwäsche: die Federspitzen liegen wie Dachziegel übereinander. Dieses Isolationspatent von Mutter Natur ist Kälte erprobt bis minus 70 Grad Celsius. Körperwärme dringt kaum nach außen: Schnee bleibt auf dem Gefieder der Pinguine liegen und schmilzt nicht. Weiteren Schutz gegen eisige Polartemperaturen bietet eine dicke Fettschicht. Zudem dichten Pinguine ihr Gefieder mit einem Gemisch aus Öl und Wachs aus der Bürzeldrüse an der Schwanzwurzel ab. So machen sie aus ihrem Federkleid gleichzeitig auch einen Wasser abweisenden „Taucheranzug“.
Rentiere
Das Ren oder Rentier (Rangifer tarandus) lebt in den Tundren von Nord-Eurasien, Nord-Nordamerika, Grönland und anderen arktischen Inseln. Es ist heute ein arktisches Tier, war aber einst auch in Teilen der gemäßigten Zonen verbreitet. Bemerkenswert ist es, weil es als einziger Vertreter der Hirsche in großem Stil domestiziert wurde und weil nur bei dieser Art auch die Weibchen ein Geweih tragen. In Nordamerika werden Rentiere als caribou bezeichnet, was im Deutschen oft Karibu geschrieben wird. Das Wort entstammt der Sprache der Mi’kmaq-Indianer. Tiere, die in den Polarregionen leben, haben, neben einer dicken Fettschicht unter der Haut, ein extrem dichtes Fell. Im Vergleich zu den Tieren unserer Breitengrade finden sich im Fell von Polartieren drei- bis viermal so viele Haare pro Quadratzentimeter. Und noch eine Besonderheit gibt es im Fell des Rentiers: Die Haare sind innen hohl! Gemeinhin als wirkungsvoll hat sich die Strategie der „Wärmeisolation mittels Luftschicht“, wie wir es zum Beispiel auch von der Thermoskanne kennen, bewährt. Luft ist ein schlechter Wärmeleiter und ideal, um eine Barriere gegen kalte Außentemperaturen zu bieten. Tiere können mit ihrem Feder- oder Haarkleid die Luft um ihren Körper „festhalten“ und bauen somit eine natürliche Wärmeisolationsschicht um sich herum auf.
Robbe
Die Robben (Pinnipedia) sind eine Gruppe zum Wasserleben übergegangener Raubtiere (Carnivora). Der wissenschaftliche Name leitet sich aus dem Lateinischen von pinna, „Flosse“ und pes, „Fuß“ her, bedeutet also Flossenfüßer. Unter diesem Namen oder als Wasser-Raubtiere findet man sie manchmal auch in der Fachliteratur, am bekanntesten aber sind sie als Robben. Der Großteil der Robben lebt in polaren und subpolaren Breiten. Die Meere der Arktis und Antarktis haben einen bemerkenswerten Arten- und Formenreichtum. Hier bilden viele Robben große Kolonien an den Küsten unbewohnter Inseln. Hingegen nimmt die Artenzahl zu den gemäßigten Meeren hin schnell ab, und in den Tropen gibt es fast keine Robben. Wie alle Säugetiere sind Robben homoiotherm, das heißt, ihr Körper weist eine nahezu konstante Innentemperatur auf. Um eine Auskühlung im Wasser und zugleich eine Überhitzung an Land zu vermeiden, haben die Tiere zahlreiche Anpassungen entwickelt. Bereits die Körpergröße, die jene der landlebenden Raubtiere meist um ein Vielfaches übertrifft, verringert durch das wesentlich günstigere Verhältnis von wärmeproduzierendem Körpervolumen zu wärmeabgebender Körperoberfläche eine Auskühlung und kann als Adaptation an das Medium Wasser gewertet werden. Die bereits erwähnte Fettschicht direkt unter der Haut ist wegen ihrer geringeren Wärmeleitfähigkeit zudem ein guter, von der Wassertiefe unabhängiger Isolator. Daneben tritt bei den Seebären das wasserdichte Fell, das vor allem durch darin gelöste Luftbläschen wärmerückhaltend wirkt. Die isolierende Luftschicht wird allerdings durch den mit der Wassertiefe zunehmenden Druck komprimiert und verliert daher bei tiefen Tauchgängen ihre Wirksamkeit
Murmeltiere
Die Murmeltiere (Marmota) sind eine aus vierzehn Arten bestehende Gattung von bis zu 50 Zentimeter langen Echten Erdhörnchen (Marmotini), die in Eurasien und Nordamerika verbreitet sind. Bei den Murmeltierarten handelt es sich primär um Bewohner kalter Steppen. Das heute nur noch in Gebirgslagen jenseits der Baumgrenze lebende Alpenmurmeltier kam während den pleistozänen Eiszeiten im europäischen Tiefland von den Pyrenäen bis zur Ukraine vor. Es fehlte dagegen in den mit einer dicken Eisschicht bedeckten Alpen. Mit dem Ende der Eiszeit boten nur noch die hochalpinen Lagen der Alpen dieser Art geeigneten Lebensraum
Im Winter halten Murmeltiere einen ausgedehnten Winterschlaf, der zwischen sechs und sieben, aber auch bis zu neun Monate dauern kann. Der Schlafkessel wird dafür mit weichem Gras ausgepolstert, in welchem sich die Tiere zusammenrollen. Für diese lange Ruhezeit fressen sie sich während der kurzen Sommermonate große Fettreserven an. Während der saisonalen Ruhephase können Darm und Magen von Murmeltieren um die Hälfte verkleinert werden um Energie zu sparen. Während des Winterschlafs sinkt die Atmung auf ca. 2 Züge je Minute und der Herzschlag von 200 auf 20 Schläge je Minute. Der Energieverbrauch sinkt auf weniger als 10%. Ca. 1200 Gramm Körperfett reichen so für den Winter. Sobald die Nahrung im Herbst nicht mehr ausreichend Energie liefert und die Fettspeicherzellen maximal gefüllt sind, begeben sich die Murmeltiere in den Winterschlaf. Dieser Zeitpunkt liegt oft einige Wochen vor dem eigentlichen Wintereinbruch. Das Erwachen wird über die Außentemperatur ausgelöst.
Polarfüchse
Der Polarfuchs oder Eisfuchs (Alopex lagopus) wird zoologisch den Wildhunden zugeordnet; er ist unter anderem ein Verwandter des Polarwolfs.
Der Polarfuchs hält sich zirkumpolar nördlich der Waldgrenze auf und ist in Nordeuropa (Skandinavien, Spitzbergen, Island), Nordrussland (Sibirien), Nordkanada, Alaska (USA) und Grönland verbreitet. Sein Habitat ist vor allem die Tundra, doch leben Polarfüchse sogar auf dem Packeis des Arktischen Ozeans; auf Nahrungssuche dringen Polarfüchse gelegentlich auch nach Süden in boreale Waldzonen vor. Generell sind Polarfüchse sehr beweglich und können auf der Suche nach einem neuen Revier große Strecken über Land und das Meereseis überwinden. Es liegen Berichte vor, wonach einzelne Polarfüchse Entfernungen von über 2.000 km hinter sich gebracht haben.
Kurze Beine, kurze Schnauze, kleine Ohren. Der Polarfuchs ist gedrungener als der Europäische Rotfuchs und bietet nur wenig Angriffsfläche für Kälte und Wind. Neben seinem kompakten Körperbau schützt ihn ein dichtes, langes Winterfell, das sogar seine Fußsohlen bedeckt. Halten Witterungen von minus 70 Grad länger an, kann der Polarfuchs seinen Stoffwechsel für ein paar Wochen herabsetzen.

Mit den Jahreszeiten ändert sich auch die Farbe des Felles. Bei den Polarfüchsen in Kanada wird der gelbbraune Pelz im Winter weiß. Und bei den Artgenossen in Grönland färben sich die Haare in den kalten Monaten blau. Das Ausbleichen des Pelzes macht Sinn, denn dabei fließt Farbstoff aus den Haarröhren. Es entstehen Hohlräume, die die Kälte fernhalten. Weiterer Nutzen: Der weiße wie blaue Pelz ist nur schlecht vom Packeis zu unterscheiden und dient als Tarnung.

Der Polarfuchs ist nicht nur frosterprobt, sondern auch äußerst genügsam. In der Not frisst er sogar das Aas von toten Tieren und übriggebliebene Kadaverreste.
Schneeeule
Die Schnee-Eule (Bubo scandiacus, Nyctea scandiaca) ist eine Vogelart aus der Familie der Eigentlichen Eulen (Strigidae), die zu den charakteristischen Vögeln der arktischen Tundra zählt.
Schneeeulen sind wie kaum eine andere Vogelart an das Leben in arktischen Regionen angepaßt. Ihr weißes beziehungsweise schwarzweißes Gefieder wirkt in den von Felsen durchbrochenen Schneelandschaften der Tundra wie ein Tarnanzug. Das Weibchen ist beim Brüten am Boden kaum zu sehen. Ebenso ist das rein weiße Männchen bei der Jagd über den Schneefeldern fast unsichtbar. Um der extremen Kälte ihres Lebensraumes zu trotzen, verfügen Schneeeulen über das dichteste und längste Gefieder aller Eulenarten. Selbst die Füße sind bis zu den Spitzen ihrer Krallen mit wärmenden Federn umgeben. Dazu kommt eine unter Eulen einzigartige Fähigkeit: Schneeeulen können Körperfett speichern. Dies ermöglicht den Vögeln auch in harten Wintern zu überleben, wenn durch Nebel oder Schneestürme eine Jagd oftmals gar nicht möglich ist.
Ganz im Gegensatz zu unserer landläufigen Vorstellung von Eulen sind Schneeeulen tagaktive Tiere. Auf einem Felsbrocken oder einer anderen erhobenen Stelle im Gelände sitzend, überwacht die Schneeeule ihre Umgebung mit ihren scharfen Augen. Entdeckt sie bei dieser Überwachung ein Beutetier, fliegt sie lautlos und dicht über dem Boden darauf zu. Ist die Beute in Reichweite, stößt sie auf ihr Opfer hinab und packt es mit ihren starken Greiffüßen. Fast augenblicklich versetzt der Hakenschnabel seinem Opfer einen tödlichen Biß in Nacken oder Kopf. Obwohl fast fünfzig verschiedene Säugetiere und neunzig verschiedene Vogelarten zur Beute der Schneeeule gehören, sollte dies nicht darüber hinwegtäuschen, daß Schneeeulen untrennbar mit der Population der Lemminge verbunden sind. Fast 80% ihrer Nahrung besteht aus den kleinen Nagern.
Küstenseeschwalbe
Die Küstenseeschwalbe (Sterna paradisaea) ist eine Vogelart aus der Familie der Seeschwalben (Sternidae). Sie gilt als der Zugvogel mit der längsten Zugstrecke überhaupt, da sie in der Nordpolarregion brütet und in den Südpolarregionen überwintert.
Die Küstenseeschwalbe ist der Zugvogel mit dem längsten Zugweg. Ihre Winterquartiere liegen am Rand der antarktischen Packeiszone zwischen dem 55. und 70. südlichen Breitengrad im Süden des Atlantischen- und Indischen Ozeans, in der Weddell-See und vor der Antarktis. Die Vögel legen auf ihrem Zug von den arktischen Brutplätzen in die antarktischen Überwinterungsgebiete und retour eine Strecke von bis zu 30.000 km zurück – fast einmal um die Erde. Beide Lebensräume bieten in den Sommermonaten ein reichhaltiges Nahrungsangebot für die Vögel. Durch die Ausnutzung der polaren Sommer von Arktis und Antarktis haben die visuell jagenden Küstenseeschwalben den zusätzlichen Vorteil, dass in ihrem Lebensraum in insgesamt acht Monaten die Sonne nicht untergeht und sie (theoretisch) 24 Stunden am Tag auf Nahrungssuche gehen können. Welche Route die Küstenseeschwalbe auf ihrem Weg zwischen den beiden „Polen“ zurücklegt, hängt voll vom individuellen Brutplatz der Tiere ab. Vögel, die in den hohen Breiten im Osten Nordamerikas brüten, überqueren den Atlantik und treffen dort auf der Höhe der Iberischen Halbinsel auf Küstenseeschwalben aus dem Nordwesten Europas. Gemeinsam fliegen sie nach Süden bis zur Westspitze Afrikas. Bei Kap Verde spaltet sich die Gruppe in drei Zugwege auf. Eine Gruppe folgt weiter der afrikanischen Küste, eine zweite wendet sich direkt über dem offenen Südatlantik in Richtung Antarktis, und eine dritte quert auf dieser Höhe den Atlantik nach Südamerika und folgt dort der Küste bis zum Kap Hoorn. Die kleineren Teilpopulationen aus dem Westen Nordamerikas und dem Osten Asiens treffen sich zu Beginn ihrer Reise und folgen der Westküste Nord- und Südamerikas, um in südöstlicher Richtung zur Südspitze Südamerikas zu ziehen. Die letzte und anstrengendste Etappe legen alle vier Gruppen wieder gemeinsam zurück in ihr Hauptüberwinterungsquatier, das im Süden des Indischen Ozeans liegt. Der Zugweg der Küstenseeschwalbe orientiert sich in erster Linie an den vorherrschenden Windrichtungen, die die Tiere ausnutzen und so ihre Durchschnittsgeschwindigkeit um bis zu 30 km/h steigern.
Auf dem Heimzug können die Vögel den durch das zurückgehende Packeis entstehenden festlandsnahen Ostwind auszunutzen. Küstenseeschwalben, die, gefangen in der Westwindzone, zu weit nach Osten abdriften, können erst nach dem Umrunden der Antarktis den Heimzug nordwärts antreten.
Skuas
Die Antarktis-Skua (Stercorarius antarctica) ist eine Vogelart aus der Familie der Raubmöwen (Stercorariidae). Ihre systematische Einordnung ist sehr umstritten und der wissenschaftliche Name lautet daher je nach Autor auch Lestris antarcticus. Sie hat zwei Unterarten, Stercorarius antarctica antarctica und Stercorarius antarctica hamiltoni.
Die Antarktis-Skua bewohnt die südliche Spitze Feuerlands, Argentiniens, Neuseelands und einige antarktische Inseln, wie die Falklandinseln.
Die meisten Arten leben in polaren Regionen und dort in der Nähe von Salzwasser. Raubmöwen leben paarweise oder einzeln. Zur Paarungszeit können sich Gruppen oder auch Kolonien bilden. Skuas können sehr schnell fliegen und vollführen dabei plötzliche Wendungen. Sie können nur mittelmäßig gut gehen, und ihre Rastplätze liegen auf felsigen Inseln. Sie berauben häufig andere Vögel, meist Möwen und Seeschwalben, ihrer Beute. Sobald einer dieser Vögel einen Fisch gefangen hat, wird er von der Skua mit Schnabel, Klauen und Flügeln angegriffen, bis er die manchmal fast verschluckte Beute aufgibt. Noch bevor der Fisch auf dem Boden oder der Wasserfläche auftrifft, wird er von der Raubmöwe aufgefangen. Da Raubmöwen nur in geringe Tiefen tauchen können, fangen sie selbst nur Fische, die an der Wasseroberfläche schwimmen. Weiterhin ernähren sich Raubmöwen von Eiern, Jungvögeln, kleinen Nagern und Weichtieren.
Polarwolf
Der Polarwolf oder Weißwolf (Canis lupus arctos) ist wohl die am wenigsten bekannte Unterart des Wolfes (Canis lupus) und zählt auch zur Hundefamilie (Canidae). Da er in einer sehr unwirtlichen und menschenfeindlichen Gegend lebt, ist immer noch viel über sein Leben unerforscht.
Polarwölfe leben auf den kanadischen Arktisinseln, von Melville Island bis Ellesmere Island, an der Nord- und der Ostküste Grönlands nördlich 68° n. B., aber nicht auf Dauereisschollen. Die Umgebung dort ist extrem rau, der eisig kalte Winter lang und dunkel, selbst die Inuit leben nicht mehr so weit nördlich.
Polarwölfe haben spezielle Anpassungsmerkmale, durch die sie sich von anderen Unterarten des Wolfes unterscheiden. So ist ihr besonders weiches, dichtes und langhaariges Fell fast weiß, schmutzigweiß bis cremeweiß (auf dem Rücken etwas dunkler) mit einzelnen grauen und schwarzen Haaren. Bei Fellen aus südlicheren Gegenden ist das Haar gräulich oder gelblich, teils blau mit deutlicher schwarzer Zeichnung. Der Bauch ist weiß. Um den tiefen Temperaturen (bis -50 °C) Widerstand leisten zu können, sind die Ohren kleiner und rundlich, die Schnauze ist etwas kürzer und auch die Beine sind auffallend kurz. In der Körperform sind sie somit etwas gedrungener und wiegen um die 50 bis zu 80 kg. Das Stockmaß beträgt etwa 65 bis 80 cm. Die Weibchen sind kleiner und leichter. Die Körperlänge beträgt etwa 90 bis 150 cm vom Kopf bis zur Schwanzspitze.
Polarwölfe werden mit zwei bis drei Jahren geschlechtsreif; sie werfen meist fünf bis sechs Welpen. Die durchschnittliche Lebensdauer beträgt etwa sieben Jahre.
Kojote
Kojoten bewohnen den nordamerikanischen Kontinent vom subpolaren Norden Kanadas und Alaskas über die gesamten USA und Mexiko bis nach Costa Rica. Sie haben sich einer Vielzahl von Habitaten angepasst und können in dichten Wäldern ebenso leben wie in der Prärie. Kojoten haben den Ruf, Aasfresser zu sein. Obwohl sie tatsächlich auch von Aas leben, erjagen sie den Großteil ihrer Nahrung selbst. Mäuse und Hasen stellen etwa 90% der Beutetiere, viel seltener werden Vögel, Schlangen und Füchse gefressen. Hirsche können, wenn sie krank oder alt sind, von einem Rudel erlegt werden. Der Kojote frisst auch pflanzliche Nahrung als Beikost, zum Beispiel Früchte und Beeren. In der Nähe von Wohngebieten gehen Kojoten zunehmend an die Abfalltonnen und suchen dort nach Fressbarem.
Der Kojote hat ein weniger ausgeprägtes Sozialverhalten als der Wolf. Er ist aber alles andere als ein strikter Einzelgänger. Meistens finden sich Kojoten zu Paaren oder losen Familienverbänden zusammen. Man sieht sie aber oft auch allein umherstreifen. Weibliche Kojoten haben eine Tragzeit von etwa sechzig Tagen und bringen in einem Wurf durchschnittlich vier bis sechs Welpen zur Welt, meist Ende April oder anfangs Mai. Die mittlere Lebenserwartung beträgt sechs Jahre. Beide Elternteile helfen bei der Fütterung der Welpen. Im Herbst suchen sich die Jungen ihr eigenes Jagdgebiet, meist innerhalb von 15 km. Im Alter von einem Jahr sind sie geschlechtsreif.
Sibirischer Tiger
2. Tiere in der Wärme
Puma
Schwarzkäfer
Die Schwarz- oder Dunkelkäfer (Tenebrionidae) sind eine Familie der Käfer (Coleoptera). Weltweit gehören sie mit ca. 20.000 Arten zu den größten Käferfamilien. In Europa kommen fast 1.800 Arten und Unterarten vor,[1] in Mitteleuropa sind es dagegen lediglich etwa 70 Arten. Schwarzkäfer kommen in vielen verschiedenen Biotopen vor, sie bevorzugen aber warme Lebensräume. Viele Arten kommen in Wüsten- und Steppengebieten vor, wo sie zu den typischen Bewohnern sandiger Gegenden zählen. Andere Arten leben in oder an Baumpilzen, Totholz, Mulm, Rinde, Stroh, Heu, Laub, Vogel- und Säugetiernestern und sind auch als Kulturfolger in der Nähe des Menschen in Lagern, Wohnungen, Kellern und Ställen zu finden. Dabei leben manche Arten gesellschaftlich zusammen. In der Namib-Wüste leben Schwarzkäfer, deren Beine jedoch lang wie Stelzen sind. Sie halten sich den Sand ganz einfach „auf Abstand“. Schwarzkäfer sind sie ebenfalls nur noch dem Namen nach, denn durch Wachsausscheidungen ist ihr Körper nicht mehr in Hitze speicherndem Schwarz, sondern in reflektierendem Weiß gehalten.
Sidewinder Klapperschlange
Die Seitenwinder-Klapperschlange lebt in den Wüsten der südwestlichen USA sowie Nord-Mexiko von der Baja California bis zum Golf von Mexiko in Texas. Man findet sie auch auf der Insel Tiburón im Golf von Kalifornien. Sie lebt ausschließlich in sehr trockenen Habitaten der Wüste, häufig im Bereich von Dünen. Dabei bevorzugt sie sandige Flächen und auch wenn sie mal auf Kiesbetten vorkommt ist dies meist im Nahbereich von sandigen ausgetrockneten Flussbetten oder anderen Sandflächen. Anders als andere Klapperschlangen, so haben Seitenwinder-Klapperschlangen eine andere Methode der Fortbewegung entwickelt. Sie bewegen sich seitlich in S-Form fort. Mit dieser Fortbewegungsmethode können deutlich höhere Geschwindigkeiten als bei der herkömmlichen Methode erreicht werden. Es steht aber nicht nur die Geschwindigkeit im Fokus, sondern vor allem die Tatsache, dass sich eine Seitenwinder-Klapperschlange so vor übermäßiger Hitze des Bodens schützt. Bei der seitlich windenden Fortbewegung liegen nur wenige Punkte des Körpers auf dem Boden auf. Die Fortbewegungsmethode war für die Art namensgebend.
Giraffe
Giraffen sind in afrikanischen Savannen verbreitet. Heute leben sie nur noch südlich der Sahara, vor allem in den Grassteppen Ost- und Südafrikas. Die Bestände nördlich der Sahara wurden frühzeitig durch den Menschen ausgerottet: während des frühen Altertums im Niltal und etwa im 7. Jahrhundert in den Küstenebenen Marokkos und Algeriens. Im 20. Jahrhundert verschwanden Giraffen aus vielen weiteren Bereichen ihres Verbreitungsgebiets. Der Körperbau und die Physiologie ermöglichen der Giraffe ihre Ernährungsweise: Giraffen bevorzugen die Blätter aus der Kronenregion der Bäume, mit Vorliebe Akazien. Die Giraffe ergreift einen Zweig mit ihrer Zunge, führt ihn in das Maul und weidet durch Zurückziehen des Kopfes die Blätter ab. Zunge und Lippen sind so beschaffen, dass sie trotz der dornigen Äste keinen Schaden nehmen. Jeden Tag vertilgt eine Giraffe etwa 30 kg Nahrung; hierfür benötigt sie sechzehn bis zwanzig Stunden. Der Flüssigkeitsbedarf wird größtenteils aus der Nahrung gedeckt, so dass Giraffen wochenlang ohne Trinken auskommen können. Wenn sie doch trinken, müssen sie die Vorderbeine weit spreizen, um den Kopf weit genug zu senken; ebenso verfahren sie, wenn sie Nahrung vom Boden aufnehmen, was sie allerdings nur unter sehr ungünstigen Umständen tun.
Schwarzfußkatze
Die Schwarzfußkatze (Felis nigripes) ist eine im südlichen Afrika verbreitete wilde Katzenart. Sie ist, mit ca. 1,6 kg, eine der kleinsten Katzenarten weltweit. Weibchen erreichen durchschnittlich ein Gewicht von 1.3 kg , Kater 1.9 kg (Sliwa 2004). Die Kopf-/Rumpflänge beträgt nur 40 cm; der Schwanz ist ca. 15 cm lang. Die Schulterhöhe der Katze beträgt 25 cm. Der Kopf erscheint – verglichen mit dem übrigen Körper – überproportioniert. Das Fell ist ockergelb und mit großen, schwarzen Flecken übersät, die Schwanzspitze ist schwarz. Verbreitet ist die Schwarzfußkatze in den Savannen und Halbwüsten Südafrikas, Namibias, Botswanas und nur am Rande in Simbabwe. Schwarzfußkatzen sind dämmerungs- und nachtaktiv und lassen sich nur selten blicken. Den Tag verbringen sie in alten Springhasenbauten (Pedetes capensis). Manche Autoren meinen, dass Schwarzfußkatzen in bestimmten Teilen ihres Verbreitungsgebiets recht häufig sind, aber meist gelten sie als selten und werden in der kürzlich erschienen roten Liste als gefährdet aufgeführt.
Fennek
Der Fennek (Vulpes zerda, früher Fennecus zerda) oder Wüstenfuchs ist der kleinste aller Wildhunde. Er ist gut an das Leben in der Wüste angepasst. Der Fennek lebt in der Wüste, besonders in sandigen Gebieten mit Dünen. Sein Vorkommen ist in der Sahara und den angrenzenden Gebieten sowie in Teilen Arabiens und der Sinai-Halbinsel.
Der Wüstenfuchs oder Fennek (Vulpes zerda) ist der kleinste wilde Vertreter aus der Familie der Hunde (Canidae). Seine Kopf-Rumpf-Länge beträgt 35 bis 40, dazu kommt ein etwa 25 cm langer Schwanz. Er erreicht ein Gewicht von höchstens 1500 g. Das Fell ist oberseits sandfarben, am Bauch und Gesicht weiß. Besonders auffällig sind die etwa 15 cm langen Ohren, die nicht nur auf ein gutes Gehör schließen lassen, sondern auch helfen, dass der kleine Wüstenbewohner nicht überhitzt. Durch die große Oberfläche der Ohren, kann der Körper Hitze abstrahlen. Diese Wärmeregulation ist besonders wichtig, da Fenneks keine Schweißdrüsen besitzen. Das arabische Wort „Fenek“ bezeichnet neben dem Wüstenfuchs auch den Hasen. Dies erklärt sich durch eine Gemeinsamkeit: die großen Ohren.
Wegen der großen Hitze verschläft der gesellige Fennek den Tag in selbstgegrabenen, dicht unter der Oberfläche verlaufenden und weit verzweigten Sandbauten und geht erst am Abend auf die Jagd. Das dichte Fell schützt ihn vor der Kälte der Nacht. Zwar leben oft bis zu zehn Tiere zusammen, bei der Futtersuche ist jedes Tier jedoch auf sich gestellt. Die Hauptnahrung sind Insekten, besonders Heuschrecken, Reptilien und Kleinsäuger. Der Fennek ist in der Lage, seinen gesamten Wasserbedarf über die Nahrung zu decken und trinkt nur, wenn er zufällig auf eine Wasserstelle stößt. Im Zoo werden neben Nagetieren, Küken und Insekten auch Obst und Beeren angeboten, die der Fennek gerne frisst, obwohl sich diese Kost in seinem natürlichen Lebensraum kaum findet. Bei Gefahr kann sich ein Fennek auch in den losen Wüstensand eingraben um größeren Raubtieren oder Eulen zu entkommen.
Kamele
Die Altweltkamele stammen ursprünglich vermutlich aus Asien – das Dromedar aus dem Arabischen Raum und das Trampeltier aus Zentralasien, sie sind aber als Nutztiere weit verbreitet worden und finden sich heute beispielsweise auch in Nordafrika und sogar in Australien, wo es eine beträchtliche Population verwilderter Dromedare gibt. Ihr Lebensraum sind trockene Steppen, Halbwüsten und Wüsten. Die Neuweltkamele kommen zumeist in höhergelegenen Bergregionen im westlichen und südlichen Südamerika vor, wo sie trockenes, offenes Gelände bis in 5700 Metern Seehöhe bewohnen.
Da Kamele vorwiegend trockene Regionen bewohnen, haben sie eine Reihe von Merkmalen entwickelt, mit dem Wasser besser hauszuhalten. Stark verlängerte Henlesche Schleifen in den Nieren sorgen für eine hohe Konzentration des Urins, auch der Kot ist im Vergleich zu anderen Säugetieren verdickt. Eine Besonderheit sind die Roten Blutkörperchen, die nicht rund, sondern oval sind. Diese Form bewirkt, dass Kamele in kürzester Zeit sehr viel Wasser aufnehmen können (kolportiert werden 200 Liter in 15 Minuten) ohne die Gefahr einer Wasserintoxikation („Überwässerung“ des Körpers). Bei den Neuweltkamelen bewirkt die ovale Form eine bessere Sauerstoffaffinität, was ihnen ein Überleben in der dünnen Atmosphäre in über 5000 Metern Seehöhe ermöglicht. Die Körpertemperatur der Kamele ist variabler als die der meisten anderen Säugetiere und kann um 6 bis 8 ° schwanken, was das Schwitzen deutlich vermindert.
Altweltkamele sind durch die Höcker charakterisiert, die entgegen der landläufigen Meinung nicht als Wasser-, sondern als Fettspeicher fungieren – geschrumpfte Höcker sind also ein Anzeichen für einen schlechten Ernährungszustand. Die Anpassung der Nieren, der Mechanismen zur Regulierung der Körpertemperatur und die Resorption von Wasserdampf aus der Atemluft mit Hilfe der Nasenschleimhäute wurde insbesondere von Knut Schmidt-Nielsen erforscht.
Gepard
Der Gepard [ˈɡeːpart] (Acinonyx jubatus) ist eine hauptsächlich in Afrika verbreitete Katze. Die in ihrem Jagdverhalten hoch spezialisierten Geparden gelten als schnellste Landtiere der Welt. Gestalt und Körperbau der Art unterscheiden sich deutlich von anderen Katzen, außerdem weist das Jagdverhalten zahlreiche eher für Caniden typische Merkmale auf. Daher wird der Art traditionell eine Sonderstellung unter den Katzen eingeräumt. Genetische Untersuchungen zeigten jedoch, dass diese entwicklungsgeschichtlich nicht gerechtfertigt ist; die nächsten Verwandten des Gepards sind amerikanische Katzen. Der Gepard war einst über fast ganz Afrika mit Ausnahme der zentralafrikanischen Waldgebiete verbreitet; außerdem waren Vorderasien, die indische Halbinsel und Teile Zentralasiens besiedelt. Heute ist er fast nur noch in Afrika südlich der Sahara anzutreffen. In Asien gibt es winzige Restbestände, die am Rande der Ausrottung stehen (siehe Unterarten). Geparde sind reine Savannen- und Steppentiere. Sie bevorzugen Bereiche mit hohem, Deckung bietendem Gras und Hügeln als Ausschaupunkten. Zu viele Bäume und Sträucher machen eine Landschaft für Geparde ungeeignet, da sie dort ihre Schnelligkeit nicht ausnutzen können. In Halbwüsten kommen Geparde dagegen gut zurecht, wenn sie genügend Beutetiere finden.
Tüpfelhyäne
Tüpfelhyänen sind in keiner Weise bedroht und gehören zu den häufigsten Raubtieren Afrikas Sie ist außerdem die größte Hyänen-Art. Zur Eiszeit war sie auch in Europa verbreitet. Der bevorzugte Lebensraum der Tüpfelhyäne ist die Savanne. So leben die meisten von ihnen in den großen Grasländern Ost- und Südafrikas. Seltener findet man Tüpfelhyänen auch in Halbwüsten, Bergland (aufwärts bis 4000 m) und lichten Wäldern.
Tüpfelhyänen leben in großen Rudeln, die bis zu hundert Individuen umfassen können. Diese werden von einem dominanten Weibchen angeführt. Zusammen bewohnt das Rudel ein Revier, dessen Grenzen von beiden Geschlechtern mit den Analsekreten markiert werden. Zentrum eines Territoriums ist der Bau, in dem allerdings nur Weibchen mit ihren Jungen unterkommen, während die Männchen und kinderlose Weibchen draußen schlafen. Tüpfelhyänen sind überwiegend nachtaktiv. Innerhalb des Rudels kann es immer wieder zu Aggressionen kommen. Auslöser sind Streit um die Beute oder der Trieb eines Muttertiers, seine Jungen gegen andere Rudelmitglieder zu verteidigen. Gelegentlich führen derartige Auseinandersetzungen sogar zu schwerwiegenderen Verletzungen. Im Rudel lassen Tüpfelhyänen immer wieder einen Laut hören, der wie menschliches Kichern oder Lachen klingt; daher hat diese Art auch den volkstümlichen Namen „Laughing Hyena“.
Trotz aller Aggressionen zeigt das Rudel ein hoch soziales Verhalten, wenn es darum geht, einzelne Rudelmitglieder zu verteidigen. Es gibt Berichte, wonach Wildhunde gelegentlich eine jüngere, von ihrem Rudel abgekommene Hyäne erbeutet haben, die dann von ihren Artgenossen gerettet wurde.
Gabelbock
Der Gabelbock (Antilocapra americana), auch als Gabelhornantilope, Gabelantilope, Gabelhorntier, Gabelhornträger oder Pronghorn bekannt, ist ein nordamerikanischer Wiederkäuer der Prärie. Trotz seiner antilopenartigen Gestalt ist er mit den Antilopen Afrikas und Asiens nicht verwandt, sondern bildet eine eigene Familie innerhalb der Ordnung der Paarhufer, die Familie der Gabelhornträger (Antilocapridae). Der Gabelbock ist der einzige rezente Vertreter dieser Familie. Gabelböcke können zu allen Tages- und Nachtzeiten aktiv sein, sind dies jedoch überwiegend während der Dämmerung. Wo die Umstände es erforderlich machen, führen sie jahreszeitliche Wanderungen durch, die über Strecken von bis zu 160 Kilometern führen können. Dies ist beispielsweise in Wüsten notwendig, um Wasserläufe zu suchen, oder in felsigen Gegenden, die im Winter kein ausreichendes Nahrungsangebot haben. Gabelböcke sind Grasfresser, die sich nebenher auch von Blättern und Kräutern ernähren.
Dünenggazelle
Die Gazellen (von arabisch غزال‎ (ġazaal)) sind im engeren Sinne eine Gruppe von Hornträgern (Bovidae), die hauptsächlich in den Savannen und Wüstenregionen Afrikas und Asiens verbreitet sind. Diese Gruppe umfasst rund 15 Arten, die heute in drei Gattungen (Eudorcas, Gazella und Nanger) geführt werden. Im weiteren Sinne wird manchmal auch die gesamte Unterfamilie der Gazellenartigen als Gazellen bezeichnet. Die Dünengazelle (Gazella leptoceros) ist eine an das Leben in der Sahara angepasste Gazelle mit einem cremeweißen Fell und extrem schlanken Hörnern. Die Hufe sind stark verbreitert, um nicht im Sand einzusinken. Um der Hitze auszuweichen, ist die Dünengazelle nachtaktiv. Sie braucht nicht zu trinken, sondern deckt ihren Flüssigkeitsbedarf ganz aus der Nahrung. Die IUCN stuft die Dünengazelle als bedroht ein.
Wüstenspringmaus
Die Wüstenspringmäuse (Jaculus) sind die wohl bekannteste Gattung der Springmäuse. Trotz des Namens sind die vier Arten nicht ausschließlich in Wüsten verbreitet, bevorzugen aber aride Gebiete in Nordafrika und Westasien. Die große Wüstenspringmaus ist ein dämmerungs- und nachtaktives Tier. Manchmal allerdings sieht man sie auch am Tage, wie sie ein Sonnenbad nehmen. Sie graben mit ihren kräftigen und langen Krallen ihrer kurzen Vorderfüße eine Höhle, die am Tag mit Sand verschlossen wird. Sie kann eine Tiefe von 2 Metern erreichen. Sie besitzt eine Schlafkammer, eine Futter/Vorratskammer und ein oder zwei Fluchttunnel. Zur Fortbewegung benutzen sie fast nur ihre langen Hinterbeine. Der lange Schwanz wird wie bei den Känguruhs als Balance beim Gehen und Springen benutzt und zur Stütze beim Stehen. Bei ihrer nächtlichen Futtersuche können sie mehrere Kilometer zurücklegen. Bei der Flucht vor ihren Feinden (z.B. Fennek, Eule) können sie enormer Geschwindigkeiten erreichen.
Die große Wüstenspringmaus lebt in kleinen sozialen Gruppen, im Gegensatz zu ihrer Verwandten, der kleinen Wüstenspringmaus (Jaculus jaculus). Zu ihrer Nahrung zählen Samen, Pflanzen, Körner, Wurzeln und Insekten. Ausreichend Wasser wird größtenteils durch die Nahrung aufgenommen.
In den meisten Teilen ihres Verbreitungsgebietes halten Wüstenspringmäuse keinen Winterschlaf und sind selbst noch in den kältesten Nächten aktiv. Dennoch behaupten einige Zoologen, einen Winterschlaf in bestimmten Regionen festgestellt zu haben, zum Beispiel im Irak und in Marokko. Mit Sicherheit gibt es dagegen eine Art Torpor (Schlafstarre), in die Wüstenspringmäuse bei Nahrungsknappheit und kaltem, regnerischem Wetter verfallen. Durch die Absenkung sämtlicher Körperfunktionen können sie Energie sparen und somit die für sie ungünstigen Zeiten besser überstehen.
Wüstenspringmäuse können bis zu viermal im Jahr Nachwuchs haben. Ein Wurf besteht aus drei bis vier (ausnahmsweise 2 bis 10) Jungen, die nach 25 bis 40 Tagen Tragzeit zur Welt kommen. Die Lebenserwartung beträgt drei bis fünf Jahre, in Menschenobhut auch über sechs Jahre.
Die Wüstenspringmaus lebt tagsüber in unterirdischen Bauten und erst nachts wird sie aktiv. Sie hat starke Hinterbeine, dadurch kann sie sehr hoch und weit springen. Ihr Fell ist sandfarben und hat besonders große Augen und Ohren. Die großen Ohren dienen Feinde oder aber auch die leisesten Bewegungen von Beutetieren zu hören.
Am Ende ihres Schwanzes ist ein Haarbüschel zu finden auch an den Zehen sind Haarbüschel, die das Einsinken in den Sand verhindern.
Die Wüstenspringmaus ernährt sich von Wurzeln, Samen, Gräser und Getreide. Sie zieht ihren gesamten Wasserbedarf aus ihrer Nahrung. Allein mit dem Wassergehalt der Pflanzen, die die Wüstenspringmaus zu sich nimmt, kann sie ihr Wasserbedarf decken.
Durch diese Eigenschaft kann die Maus längere Dürreperioden ohne Wasseraufnahme überleben.
Dornschwanzagame
Die nordafrikanische Dornschwanzagame erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von rund 45 cm, sein Schwanz etwa 28-30 cm. Sein Körper ist nach unten hin abgeflacht, was seinem Sonnenbaden zu Gute kommt. Der Kopf ist dunkelgrau bis schwarz, sein restlicher Körper weist eine graubraune bis rötliche Färbung auf, die stellenweise grünliche bis gelbliche Farbstiche aufweist. Im Vergleich zum Körper ist der Kopf recht klein und erinnert an den Kopf einer Schildkröte.
Seine mit langen Krallen ausgestatteten kräftigen Beine sind bestens darauf spezialisiert, unterirdische Bauten zu graben, in denen er sich als tagaktives Tier nachts verkriecht. Sein Schwanz ist recht dick und mit gekielten, spitz zulaufenden Schuppen versehen. Er dient ihm insbesondere zur Verteidigung gegenüber Fressfeinden. Männchen werden deutlich größer und haben stärker ausgebildete Schenkelporen. Die nordafrikanische Dornschwanzagame kann seine Hautfarbe ändern, um seine Körpertemperatur zu regulieren. In den Morgenstunden ist seine Hautfarbe relativ dunkel und ermöglicht es ihm viel Sonne aufzutanken.
Die Veränderliche Dornschwanzagame, ein Bewohner der Sahara, kennt noch einen besonderen Trick: Morgens ist sie schwarz gefärbt, um sich schnell aufzuwärmen. Steigt die Sonne, wird ihre Farbe immer heller, gelb bis rötlich. Das schwarze Pigment, das vorher über die ganze Haut verteilt war, hat sich auf wenige Pigmentzellen konzentriert. Auch so bleibt man kühl!
Die Dornschwanzagame gehört zu den Reptilien der Sahara. Die Agame besitzt einen kräftigen, ringsum mit Dornschuppen besetzten Schwanz. Dieser dient der Dornschwanzagame als Waffe wie auch als Fettspeicher.
Das Tier hat starke Beine, die mit langen Krallen ausgestattet sind. Dadurch kann sie leicht unterirdische Bauten graben, in denen sie sich nachts verkriecht.
Das Reptil ist tagsüber hellgelb bzw. orange und nachts schwarz. Durch diese Veränderung der Körperfarbe hat die Agame Einfluss auf ihre Körpertemperatur.
Die Dornschwanzagame kann Feuchtigkeit über die Haut aus der Luft aufnehmen. Sie hat Luftsäcke an den Lungenflügeln, um die Feuchtigkeit ihrer Atemluft zu verringern. Auch bestimmte Stoffwechselabfälle werden nicht gelöst und trocken ausgeschieden. Dadurch hat die Dornschwanzagame einen geringen Wasserbedarf.
Sandfuchs
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Wüsten Fennek
Heimisch ist der Fennek -Fennecus zerda- in den Wüsten Nordafrikas und der arabischen Halbinsel. Er ist mit nur knapp 20 Zentimeter Schulterhöhe und einem Maximalgewicht von 1,5 Kilogramm (beim Rüden) der kleinste Vertreter der Wildhunde. Auffällig dagegen sind seine ca. 15 Zentimeter riesigen Ohren, mit denen er nicht nur den Sand belauscht, sondern die ihm auch als Klimaanlage bei hitzigen Jagden dienen. Der Wüstenfuchs hat seine aktivsten und lebendigsten Stunden in der Nacht. In dieser Zeit geht er auf die Pirsch. Mit seinen großen Augen kann er sich selbst bei Sternenlicht sehr gut orientieren und mit seinen dichtbehaarten Fußsohlen bewegt sich der Fennek schnell und lautlos im Wüstensand. Zu seinen Speisen gehören Insekten und Skinke (Glattechsen). Am Tag hält er sich mit seiner Familie in seinem unterirdischen, bis zu einem halben Meter tiefen Bau auf. Auch wenn der Fennek alleine auf die Jagd geht, so ist er doch ausgesprochen gesellig.
27. Der Apothekenskink, ein Reptil, das auch «Saharafisch» genant wird, lebt gleich ganz unter der Sandoberfläche, um der brennenden Sonne zu entgehen.
28. Flughuhn
Da Flughühner bevorzugt Gebiete mit sehr hohen Temperaturen und wenig oder gar keinen Schattenspendern bewohnen und sich hauptsächlich von Samen (Leguminosen) ernähren, müssen sie regelmäßig trinken. Sie leben nomadisch, manche wechseln auch saisonal zwischen Brut- und Wintergebieten, z.B. Gelbkehl-Flughuhn und Senegal-Flughuhn. In der Dämmerung suchen sie in großen Schwärmen Wasserstellen auf, die bis zu 50 km entfernt liegen können. Die Männchen von Brutpaaren kauern sich dabei bis zum Bauch in die Wasserstellen und schwenken ihren Körper hin und her. Dabei saugt sich ihr Bauchgefieder mit Wasser voll. Damit fliegt das Männchen zurück zum Nest und lässt die Jungen das Wasser aus dem Gefieder saugen. Die Nester der Flughühner sind kleine Mulden, die kaum ausgepolstert werden. Das Weibchen legt zwei- bis dreimal im Jahr etwa drei Eier, die von beiden Elternteilen bebrütet werden. Die Brutzeit beträgt 21 bis 23 Tage.
29. Taschenmaus
Benannt sind Taschenmäuse nach den großen Felltaschen, die zum Verstauen von Nahrung vorgesehen sind. Diese Vorrichtungen befinden sich außen an den Wangenseiten und lassen sich zu Reinigungszwecken nach außen stülpen. Im Aussehen unterscheiden sich die Gattungen zum Teil sehr voneinander: Während die meisten wie typische Mäuse aussehen, sind bei zwei Gattungen, den Kängurumäusen und Kängururatten, die Hinterbeine zu kräftigen Sprungwerkzeugen umgebildet. Die Kopfrumpflänge der Taschenmäuse liegt zwischen 6 und 18 cm, hinzu kommt ein 5 bis 21 cm langer Schwanz
Die Seiden-Taschenmaus (Perognathus flavus) lebt in den trockenen Tiefebenen von Wyoming bis Texas und Mexiko. Sie erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 10-12 cm und eine Schwanzlänge von 4,5 bis 6 cm. Ihr Fell ist dicht und weich. An den Fußsohlen hat sie dicke Kissen aus weichem Haar, die verhindern, dass sich die Seiden-Taschenmaus im abends noch heißen Sand die Fußsohlen verbrennt. Dieses Tier läuft entweder auf allen Vieren oder hüpft auf den Hinterbeinen durch die Gegend. Die Paarungszeiten sind von April bis Juni und von August bis September. Pro Wurf bringt das Weibchen dann 4 Junge zur Welt.
26. Der Wüstenhase Jackrabbit, besitzt riesige Ohren, die ihm helfen Wärme abzugeben.
27. Mähnenspringer
Der Mähnenspringer (Ammotragus lervia), auch als Mähnenschaf, Berberschaf oder Aoudad bekannt, ist eine in der Sahara beheimatete Art der Ziegenartigen. Seine Verbreitung reicht von der Westküste Marokkos bis zum Nil.
Gestaltlich steht der Mähnenspringer zwischen Schafen und Ziegen. Er hat im Schnitt eine Kopfrumpflänge von 150 cm, eine Schulterhöhe von 1 m und ein Gewicht von 50 kg (Weibchen) bzw. 120 kg (Männchen). Das Fell ist beigebraun bis rötlichbraun gefärbt; am Vorderhals und an den Vorderbeinen wachsen besonders lange Haare, die beim Bock als Mähne bis auf den Boden reichen können. Die kräftigen Hörner werden bei Böcken 85 cm lang und sind bei Weibchen nur etwas kürzer.
Der Lebensraum des Mähnenspringers sind felsige Wüstengebiete wie zum Beispiel das Ahaggar-Massiv im Süden Algeriens. Hier suchen die Tiere nach der spärlichen Vegetation. Sie können wochenlang ohne Wasser auskommen und leben dann nur vom Tau und von den pflanzeneigenen Säften. Wenn sie allerdings Wasserstellen finden, trinken sie ausgiebig und baden sogar, wenn dies möglich ist. Die Hitze ihres Lebensraums zwingt Mähnenspringer zu einem nachtaktiven Leben.
28. Oryxantilope
Oryxantilopen sind an das Leben ohne Wasser für längere Zeit angepasst. Ähnlich wie bei Kamelen kann die Körpertemperatur der Oryxantilopen weit über das für Säugetiere typische Niveau von 38 °C ansteigen, ohne dass das Tier dabei Schaden nimmt. Der Biologe Lavers berichtet davon, dass eine Oryxantilope ohne Trinkwasser acht Stunden in einer Klimakammer mit 45° C ausgehalten habe, ohne dabei Schaden zu nehmen. Die Körpertemperatur des Tieres lag dabei knapp über 45 °C. Wissenschaftlich ist noch nicht geklärt, wie die Tiere dies schaffen, ohne dabei ihrem Stoffwechsel Schaden zuzufügen.
Wegen seiner besonderen Anpassungsfähigkeit an die widrigen Lebensbedingungen der Wüste und seiner Genügsamkeit wurde der Spießbock zum Wappentier Namibias und die arabische Oryx zum Logo von Qatar Airways erkoren.
29. Wüstenläuferlerche
Wüstenläuferlerche (Alaemon alaudipes), Lerchen (Alaudidae)

Verbreitungsgebiet/Lebensraum:
Gesamte Sahara, Sand- und Steinwüsten

Kennzeichen: Hellgraue bis hellbraune , grosse Lerche. Körperlänge bis 20 cm. Langer, leicht abwärts gebogener Schnabel, lange Beine. Flügel breit, im Flug markant schwarz-weisser Kontrast. Am Boden gut getarnt, im Flug jedoch auffällig. Gesang flötenartiger, melodiöser Ton (dü-dü-düüü).

Ernährung: Insekten, Larven etc.

Fundort: verbreitet, Sand- und Steinwüste

Wüstenläuferlerchen sind sehr gute Läufer. Sie rennen sie einem Feind zunächst davon. Erst wenn dieser zu nah kommt, fliegen sie auf.

Nest am Boden oder in kleinen Büschen, wird mit Zweigen, Wolle etc. etwas gepolstert.
30. Wüstenschildkröte
31. Skorpion
32. nordamerikanischen Kängururatten
Wie die Wüstenspringmäuse (Jaculus) in den Wüsten Afrikas und Asiens oder die Beutelspringmäuse (Antecinomays) im australischen Outback sind die Kängururatten ausgesprochen gut an das Leben in der Wüste angepasst. Sie leben in tiefen Erdbauen, in denen sie vor der größten Hitze sicher sind, und brauchen nur selten Wasser. Letzteres wird durch einen effizienten Wasserstoffwechsel, durch sehr leistungsfähige Nieren sowie die Möglichkeit, durch biochemische Prozesse aus ihrer Nahrung Wasser zu gewinnen, ermöglicht. Durch das Kühlen der Ausatemluft wird zusätzlich Wasser im Körper zurückgehalten. Während das Tier ausatmet wird die Luft an der weniger durchbluteten und daher kühleren Nasenschleimhaut abgekühlt. Dadurch sinkt die Eigenschaft der Luft Feuchtigkeit zu halten und Wasser kondensiert. Diese wird zusätzlich als Kühlungsmechanismus genutzt. Auch die vergrößerten Hinterbeine finden sich in allen drei Gruppen und sind konvergent entwickelt worden.
Kängururatten leben von Samen, Blättern, Stammgewebe, Früchten und anderen Teilen der spärlichen Vegetation ihrer Heimat, außerdem jagen sie Insekten. Viele Arten legen sich in ihren Höhlen auch Vorratskammern für Trockenzeiten an. So wurde etwa in einem Bau der Dipodomys spectabilis (engl. Bannertail Kangaroo Rat) ein Vorrat von sechs Kilogramm Futterpflanzen gefunden. Als Taschenmäuse haben die Kängururatten große Backentaschen, in denen sie Nahrung oder Nestmaterial transportieren können. Die Entleerung der Backentaschen erfolgt über eine spezielle Muskulatur, die ein Umkrempeln und danach ein Zurückformen der „Behälter“ ermöglicht. Bei einigen Arten gibt es eine Reviermarkierung durch Kot und alle Arten haben Duftdrüsen an den Schultern.
Einige Arten (z.B. Fahnenschwanz-Kängururatte) haben einen circalunaren Rhythmus. Sie kommen zur Futtersuche nur bei Neumond aus ihren Bauten um von ihren Feinden (Kojoten, Eulen), die besser bei Mondschein jagen, nicht gesehen zu werden. Dieser Rhythmus wird von November bis März eingehalten. Werden die Futterreserven in ihren Bauten knapp, beginnen die Tiere auch bei Mondschein, später auch am Tag Futter zu suchen.
33. afrikanischen Rennmäuse
Wasser wird normalerweise über Haut, Atmung, Urin und Kot abgegeben. Die meisten Rennmäuse besiedeln Trockenregionen mit schwierigen Klimaverhältnissen und besitzen eine im Verhältnis zum Volumen ungünstig große Körperoberfläche. Sie haben daran angepasste Eigenschaften entwickelt, um den Wasserverlust so gering wie möglich zu halten und dadurch den Flüssigkeitsbedarf zu reduzieren. Sie schwitzen nicht und können deshalb Temperaturen über 45 Grad Celsius nicht länger als zwei Stunden überleben. Die meisten Arten sind nachtaktiv und leben tagsüber in Bauen unter der Erde, deren Eingänge oft blockiert sind und die ihnen in etwa 50 Zentimeter Tiefe konstante Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius bieten. Einige nördliche Arten kommen auch tagsüber an die Oberfläche, südlich lebende Sandmäuse auch im Winter. Nachts ist ihre Nahrung, oft lediglich trockene Samen und Blätter, mit Tau befeuchtet und erhöht die Feuchtigkeit im Bau, wenn sie zum Fressen hinein genommen wird. Das Verdauungssystem der Rennmäuse entzieht der Nahrung fast jegliches Wasser, der Kot ist trocken und die Nieren produzieren nur ein paar Tropfen konzentrierten Urin.[1]
34. Eselhase
Der Eselhase, auch Kalifornischer Eselhase genannt (Lepus californicus) gehört zur Gattung der Echten Hasen innerhalb der Familie der Hasen (Leporidae). Er ist in den südwestlichen USA (von Idaho, Colorado und Kansas an) und im nördlichen Mexiko verbreitet.
Eselhasen haben ihren Namen von den auffallend langen, eselartigen Ohren. Ihr Fell ist graubraun an der Oberseite und weißlich an der Unterseite. Sie haben einen schwarzen Streifen am Rücken und einen schwarzen Schwanz. Mit 47 bis 63 Zentimetern Kopfrumpflänge und bis zu drei Kilogramm Körpergewicht zählen sie zu den größeren Vertretern der Echten Hasen.
Sie sind an trockene Lebensräume angepasst und finden sich in Halbwüsten, Steppen und Prärien, aber auch in gebirgigen Regionen bis 3800 Meter Seehöhe. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv und verbringen den Tag in Erdmulden im Schatten von Büschen. Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus Gräsern, sie nehmen aber auch Zweige und Kakteen zu sich. Sie müssen kaum trinken und beziehen fast ihr gesamtes benötigtes Wasser aus der Nahrung.
Die Paarungszeit liegt zwischen Dezember und September, das Weibchen bringt drei- bis viermal im Jahr rund drei bis vier Junge zur Welt. Wie bei allen Echten Hasen sind diese Nestflüchter.
Durch die menschliche Dezimierung zahlreicher Fressfeinde in ihrem Verbreitungsgebiet haben sich Eselhasen zum Teil explosionsartig vermehrt. Das führte dazu, dass sie auch über Felder und Gärten hergefallen sind und teilweise als Plage betrachtet werden. Wie viele Hasenarten erleben sie große zyklische Schwankungen in ihrer Populationsdichte. In einzelnen Regionen sind sie durch die Verknappung des Lebensraumes selten geworden, generell zählen sie aber zu den nicht bedrohten Arten.
Wärmeregulation mithilfe der Ohren [Bearbeiten]
Es ist kein Zufall, dass der „Jack Rabbit“ so große Ohren hat, denn die mit Kapillargefässen durchzogenen Ohren dienen der Wärmeregulation. J. A. Allen konnte nachweisen, dass der Hase durch erweiterte Blutgefäße in den Ohren Wärme abgeben kann. Andere Wüstensäugetiere haben ebenfalls große Ohren.
36. Wüstengecko
Der Namib-Sandgecko (Pachydactylus rangei),auch Wüstengecko genannt der ausschließlich in der Namib und in einem kleinen Küstengebiet südlich des Oranje vorkommt, nimmt mit seiner Zehenstruktur eine Sonderstellung innerhalb der Gekkonidae ein. Die Zehenzwischenräume sind mit einer „Schwimmhaut“ ausgestattet, welche, ähnlich dem Prinzip eines Schneeschuhs, dem Gecko erlauben durch losen Sand zu laufen ohne einzusinken. Die Tiere sind ausschließlich nachtaktiv um der Gluthitze der Namib zu entgehen. In den Abendstunden, unmittelbar nach Sonnenuntergang, verlassen die Tiere ihre selbst gegrabenen Bauten um auf Nahrungssuche zu gehen. Ihre bevorzugte Beute sind Gliedertiere aller Art, von Termiten über Schwarzkäfer, bis hin zu Grillen und Spinnen.
Mähnenwolf
Verbreitet ist der Mähnenwolf in den Savannenlandschaften Südbrasiliens sowie in Teilen Paraguays. Früher war er auch in Argentinien und Uruguay heimisch, dort wurde er aber mittlerweile ausgerottet.
Lebensweise [Bearbeiten]
Von anderen großen Wildhunden weichen Mähnenwölfe in der Lebensweise beträchtlich ab. Sie bilden keine Rudel. Männchen und Weibchen bewohnen zusammen ein Territorium, doch gehen sie tagsüber eigene Wege und jagen getrennt. Nur nach einer Geburt ist die Partnerschaft enger, und der Rüde hilft bei der Aufzucht und Versorgung der im Schnitt fünf Welpen. Mähnenwölfe sind nachtaktiv. Ihre Zähne sind so weit zurückgebildet, dass sie keine großen Tiere erjagen und zerlegen können. Trotz ihrer Größe haben sie sich auf kleine Beutetiere wie Kaninchen, Nagetiere, Vögel und Insekten spezialisiert; auch pflanzliche Nahrung wie Früchte (Solanum lypocarpum) spielt eine Rolle.
Steppenzebra
Zebra werden drei Arten aus der Gattung der Pferde (Equidae) genannt, die alle zur Ordnung der Unpaarhufer (Perissodactyla) gehören, nämlich das Grevyzebra (Equus grevyi), das Steppenzebra (Equus quagga), auch Pferdezebra genannt, und das Bergzebra (Equus zebra).
Ursprünglich waren die Zebras in ganz Afrika verbreitet. In Nordafrika sind sie jedoch schon in antiker Zeit ausgerottet worden.
Am weitesten verbreitet ist heute das Steppenzebra. Es lebt in den Steppengebiete vom südlichen Sudan und Südäthiopien über die Savannen Ostafrikas bis nach Süd- und Südwestafrika. Der Lebensraum des Grevyzebras sind die halbtrockenen Busch- und Graslandschaften Ostafrikas in Kenia, Äthiopien und Somalia. Das Bergzebra hat eine viel eingeschränktere Verbreitung als das Steppenzebra und das Grevyzebra. Es lebt in gebirgigen Hochebenen Namibias und Südafrikas in Höhen bis zu 2000 m.
Zwerg-Flußpferd
Das Zwergflusspferd (Choeropsis liberiensis oder Hexaprotodon liberiensis) ist eine der zwei heute noch vorkommenden Arten aus der Familie der Flusspferde. Das nachtaktive und seltene Zwerg-Flusspferd ist in den Wäldern und Sümpfen des westlichen Afrika heimisch. Die Artbezeichnung liberiensis für „aus Liberia stammend“ spiegelt dies wider.
Das Zwergflusspferd weist eine Reihe von Anpassungen an das Leben an Land auf. Ähnlich wie das (Groß-)Flusspferd ist es jedoch darauf angewiesen, sich in der Nähe von Gewässern aufzuhalten: Zwergflusspferde halten sich über Stunden im Wasser auf, halten darüber unter anderem die Haut elastisch und ihre Körpertemperatur niedrig. Sowohl die Paarung der Elterntiere als auch die Geburt der Jungen kann sich an Land oder im Wasser abspielen. Das Zwergflusspferd ist ein Pflanzenfresser, zu dessen Nahrungsspektrum unter anderem Farne, Laubbäume und Sträucher sowie Gräser und Früchte zählen. Es lebt überwiegend einzelgängerisch und wird nur gelegentlich auch in Gruppen zu drei Tieren beobachtet.
Spießbock
Spießböcke sind in trockenen Gebieten (Wüsten, Halbwüsten) beheimatet, kommen aber auch in der Savanne vor. Das Verbreitungsgebiet umfasst Südwest-Angola, Botswana, Namibia, das nördliche Südafrika und das westliche Simbabwe. Die Bestände in Ostafrika werden heute als Ostafrikanische Oryx als eigene Art geführt.
Der Spießbock (Oryx gazella) ist eine im südlichen Afrika beheimatete Groß-Antilope aus der Gattung der Oryxantilopen. Ein ebenfalls verbreiteter Name der Art ist Gemsbock (Afrikaans, das sich angeblich vom Deutschen Gämse ableitet). Auf Herero heißt das Tier Onduno. Die Bezeichnung Passan ist nicht mehr gebräuchlich.
Mit einer Schulterhöhe von 1,20 m ist der Spießbock die größte Art der Oryxantilopen. Beide Geschlechter haben einen starken Hals, lange, scharfe Hörner (bis 1,5 m) und einen an einem Pferdeschwanz erinnernden Schweif. Bis auf die Unterseite ist der Spießbock bräunlich-fahl, mit auffälligen schwarzen Markierungen an den Flanken und Flecken an den Oberschenkeln, der Kehle und der Keule. Die schwarz-weiße Gesichtsmaske fällt besonders auf.
Einhornmeerschweinchen
Schakan
Weißlippenhirsche
Tibetische Wildesel
Gazellen
Wildjaks
Blauschafe
Schwarzhalskraniche.
Gobi-Bär
Elefant
Wenn es den Elefanten zu heiß wird, wedeln sie mit ihren großen Ohren und kühlen dadurch das Blut, das hindurchfließt und damit sich selbst. Schwitzen können sie nicht.